AUDIO-Chronik
1994
- zwei 17-jährige Johannisthaler Jugendliche, von den Pioniertagen der Berliner Technoszene berauscht, haben zum Ziel selbst Platten aufzulegen und fragen im ehemaligen Pionierhaus und jetzt Jugendzentrum Johannisthal nach, ob sie dort einen Raum zum Proben an den Plattentellern bekommen könnten
- die angehenden DJs bekommen einen 2 mal 3 Meter großen Raum, finden dort viele lustige Artefakte aus alten Pionierhaus-Zeiten und veranstalten auch die ein oder andere Party
- aus dem Proberaum ist ein Treff- und Anziehungspunkt für Fans elektronischer Musik in Johannisthal geworden – da liegt es nur nahe, zukünftig Parties im ungenutzten Cafébereich des Hauses zu veranstalten
- am 7. Januar findet die erste, von nun an 14-tägig veranstaltete, Party im Café unter dem Namen „Pionierhouse“ statt – vorne Rock und Pop aus dem Recorder, im Hinterzimmer Techno von den Plattentellern
- ein erster Umbau findet statt
- ein neuer Name für das Café wird gesucht und nach Unmengen verworfener Ideen gefunden: AUDIO
- Mittwochs lockt die „Kokkinakibar“, Sonntags die „Hörbar“ zum Besuch in das AUDIO
- inspiriert vom Hollywood-Streifen „Casino“ und diversen Mafiafilmen versammeln sich Enthusiasten zum ersten Casino-Abend im Hinterzimmer und spielen an einem Spielzeugroulette um Ruhm und Zigaretten
1997
- Donnerstags finden regelmäßig Veranstaltungen aller Art wie Kino, Autorennbahnrennen, Theater, freie Jamsessions oder öffentliche Wettbewerbe auf der Spielkonsole statt
- zur Vergrößerung des Aufgabenfeldes und Verstetigung der Ideen hinter dem AUDIO wird die Gründung eines Vereins beschlossen
- das AUDIO wird wiederum für umfangreiche Umbaumaßnahmen geschlossen, u.a. wird von den Wänden der Putz entfernt
- 14.10.1997 Vereinsgründung
1998
- im Februar eröffnet das AUDIO als Internetcafé neu: das AUDIO ist damit das erste Internetcafé in Treptow und ist nun von Sonntag bis Freitag ab 20:00 Uhr geöffnet
- Kooperationen zu anderen Clubs und Einrichtungen in Treptow und Köpenick führen zu gemeinsamen Veranstaltungen u.a. auf der Insel
- das erste „Casino Royal“ wird an zwei Weihnachtsfeiertagen in der Turnhalle des Jugendzentrums veranstaltet – über 200 Gäste vergnügen sich an selbstgebauten Casino-Spieltischen im fröhlichen Spiel (natürlich ohne Geldgewinne)
1999
- das Jahr mit den meisten Veranstaltungen, so zum Beispiel der 3-tägige internationale Bandcontest „Jugend dröhnt“ in den Reinbeckhallen
- der AUDIO-Donnerstag hat sich etabliert und wird von mehr als 50 Besuchern pro Woche frequentiert – kreative Veranstaltungen wie virtuelles Angeln, Latino-Abende und gemütliche Dänemark-Abende im Winter machen Gästen und Organisatoren gleichermaßen Spaß
- das Jahr bringt viele Umbrüche im personellen Bereich, jede Menge Veranstaltungen wie das legendäre Konzert der „Space Hobos“ oder die wilde „AUDIO STRIKES BACK“-Party und behutsame Versuche das AUDIO als Ort der Galerien- und Kunstszene zu etablieren
- die Kooperation mit dem all eins e.V. wird vertieft und findet in gemeinsamen Events wie der „Junggesellenversteigerung“ und der Party „Fusionsbeschleuniger“ auf der Insel sowie dem von nun an jährlich stattfindenden Tischtennisturnier eine Entsprechung
2002
- mit „AUDIO aktiv – für ein tolerantes Johannisthal“ positioniert sich der AUDIO e.V. nicht zum ersten Mal gegen Rechtsradikalismus, Rassismus und Gewalt und setzt sich für interkulturelle Toleranz sowie politische, soziale und kulturelle Gleichberechtigung aller BürgerInnen ein
- 250 Zuschauer verfolgen zur Mittagszeit das WM-Finale 2002 auf dem AUDIO-Hof
2003 – 2006
- die Aktivitäten des AUDIO e.V. konzentrieren sich aufgrund von Berufsfindung und Familienplanung der 2. Generation sowie akuter Nachwuchsprobleme auf die Aufrechterhaltung des Barbetriebs und gelegentliche Konzerte und Feste
- aus dem weiterhin jährlich stattfindenden „Casino-Royal“ heraus gründet sich das Unternehmen Royal Events, das als mobiler Casinoanbieter mittlerweile mehr als 150 Veranstaltungen, wie z.B. Firmenfeiern, Messeauftritte und Kongresse, im Jahr durchführt und weiterhin im Jugendzentrum Johannisthal sein Büro hat
2007
- auf Initiative von Vereinsmitgliedern der 1. Generation weitet der AUDIO e.V. sein Engagement auf den Bereich des bürgerschaftlichen Engagements für den Kiez Johannisthal und die Gemeinwesenarbeit aus – aus Mitteln des LAP Treptow-Köpenick wird die Initiierung eines Bürgerforums für den Bereich Johannisthal/Adlershof mit angeschlossener Internetplattform forciert
2008
- der AUDIO e.V. wird Träger der KiezAktivKasse Johannisthal, die von der Jugend- und Familienstiftung Berlin gefüllt wurde und aus der Projekte aus und für den Kiez flexibel und unbürokratisch mit bis zu 750 EURO unterstützt werden
- die Konzertreihe „AUDIO in Concert“ gibt jungen Bands aus Berlin die Chance, auf der AUDIO-Bühne zu spielen – Organisation und Durchführung, vom Catering bis zum fertig gemasterten Mitschnitt, übernehmen Jugendliche
- das Bürgerforum Johannisthal/Adlershof gründet sich im November und nimmt seine Arbeit auf – der AUDIO e.V. fungiert als Geschäftsstelle und Träger der Interessenvereinigung ehrenamtlich aktiver Bürgerinnen und Bürger, Unternehmer, Vereine und Institutionen in Johannisthal/Adlershof
- das Projekt „Stundenbüros im Jugendzentrum Johannisthal“ startet und wird aus Mitteln des Förderprogramms Lokales Soziales Kapital finanziert
- der Vorstand strukturiert sich um und stellt sich personell neu auf
2009
- zum Osterfeuer mit Live-Musik kommen mehr als 400 Besucher in das AUDIO, vor allem junge Familien mit Kindern, die einen wunderbaren Tag bei herrlichem Wetter erleben
- der AUDIO e.V. übernimmt Gremienarbeit, z.B. in der AG Freie Träger der Jugendarbeit des Bezirks Treptow-Köpenick und dem Runden Tisch Johannisthal
- das Bürgerforum Johannisthal/Adlershof veranstaltet den Fotowettbewerb „Liebe auf den ersten Klick“, für den 116 Bilder eingereicht werden – die Gewinnerbilder schmücken einen Fotokalender für 2010
- als Co-Organisator des großen Kiezfestes anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Gründung des Flugplatzes Johannisthal, dem ersten Motorflugplatz in Deutschland, das über 2000 Besucher zählt, ist der AUDIO e.V. für die Konzerte und die Familienolympiade zuständig
- der Ausbau des Dachbodens des Jugendzentrums Johannisthal als Heimat der „Stundenbüros“ wird geplant – das Architekturbüro planbar3 fertigt einen Entwurf für den Ausbau des ca. 400 m2 großen Dachgeschosses an
- der vom Bezirksamt Treptow-Köpenick geförderte Familientreff Johannisthal richtet sich an junge Familien im Kiez und bietet Familiencafé, Krabbelgruppe, PeKip, Familiensport sowie Beratung rund um das Thema Familie
2010
- eine „Koordinierungsstelle für kiezbezogene Gemeinwesenarbeit in Johannisthal“ nimmt ihre Arbeit auf und ist zentrale Anlaufstelle für dem Gemeinwohl dienende Aktivitäten im Kiez
- das Osterfeuer kann wiederum ca. 400 Gäste begrüßen
- die Internetplattform „kiezpixel“, die interaktive Kiezkarte und Forum miteinander kombiniert, geht online
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